Frühere Reisen

Nach vielen, vielen kleineren Touren, ob per gelbem Schneckenmobil, Fahrrad oder sonst wie, unternahmen wir 2016 unsere erste große Tour über drei Wochen (Estland, Lettland, Litauen, Polen, durch Deutschland). Wir versuchten, so oft es ging, wild zu stehen, Menschenansammlungen zu meiden und mit der Natur zu leben. Der Bus pöttete, rödelte und fuhr brav mit uns an Bord mehrere Tausend Kilometer und zeigte sich als treuer Freund auf unseren Reisen.


Weil der Bus etwas salzscheu ist, übernimmt der kleine rote Lupo mit Vergnügen seine Rolle als Reisetransportmittel. So fuhren wir im Dezember 2016 mit dem roten Gefährten bis nach Kroatien und zurück. Die Tour sorgte für eine gewisse Belustigung mancher... Konnte ja keiner wissen, dass der Lupo das schnellste Fahrzeug in unserem Fuhrpark ist! Tapfer überstand er die Reise und bettelte kaum ein Jahr später darum, diese verändert zu wiederholen.


Spontan fuhren wir an Ostern 2017 mal eben mit dem Bus und mit zwei Fahrrädern an Bord zum Comer See und erlebten dort (zuerst zumindest) bestes Wetter.

Normalerweise ist der Bus um Ostern herum noch nicht einsetzbar (böses Straßensalz), aber in diesem Jahr war uns der Wettergott milde gestimmt (am Gotthard holte uns dann der Schnee ein). Der Bus überlebte und ermöglichte uns eine frühe erste Tour des Jahres.


Welcome to Britain, my dear! Im Sommer 2017 fuhr der gelbe Bus los, um Großbritannien zu erkunden. Er schaffte es bis in die schottischen Highlands, grüßte die fiesen Midgets und schickte seine Bewohner in den Sumpf. Auch Wales erkundete er trotz schlechten Wetters. Trotz schlechten Rundumblicks als Busfahrer war die Panikmache doch unbegründet: Die Briten zeigten sich als  gechillte und kameradschaftliche Autofahrer, die den blinden, schnürcheligen und offensichtlich verwirrten gelben Bus oft sehr sehr zuvorkommend behandelten und ihm beim Einfädeln in den toten Winkel halfen.


Auch Ende 2017 verließ der Lupo wieder seinen Lieblingsparkplatz, um erneut auf Erkundungstour in den sonnigen Süden zu fahren. Diesmal ging es  nicht nach Kroatien, sondern über Genua in Richtung Pisa, wo wir die Weihnachtsfeiertage verbrachten, das Meer besuchten und es uns allgemein sehr gut gehen ließen. Hin und wieder sorgten wir bei Zimmerver-mietern aufgrund unserer umfangreichen Ausrüstung, die scheinbar gar nicht in den kleinen roten Gefährten zu passen schien, für amüsierende Verwirrung.


Nachdem Rüdi, der Bus, so lange im Winterschlaf verharrt hatte, war er der Meinung, dass er mal wieder an der Reihe sein sollte. Recht hat er! Und so fuhren wir um den ersten Mai 2018 mit ihm nach Österreich und erkundeten dort die Gegend, waren wir doch beide bisher noch nie im äußersten Westen Österreichs gewesen.


Unsere erste mehrtägige Tour mit den CRFs führte uns zum Horizons Unlimited, wo wir new-friends-to-be mit ebenfalls zwei CRFs kennenlernten. Auf der Tour verliebten wir uns noch einmal neu in unsere neuen, kleinen, freundlichen roten Zweiräder. Über das Zelt hingegen mussten wir uns doch noch einmal Gedanken machen, siehe hierzu die Rubrik "Ausrüstung". Aber es ist, wie es ist: Die beste Ausrüstung kann unnütz sein, wenn man sie nicht vor der großen Tour getestet hat und dann merkt, dass sie doch nicht zu einem passt. 


Im Sommer 2018 entflohen wir (so dachten wir) der extremen Hitze in Deutschland und fuhren über Dänkemark nach Norwegen. An Bord hatten wir das neue Zelt, den neuen Benzinkocher und weiteres neues Equipment, das wir 2019 auf "die große Reise" mitnehmen möchten. Norwegen war auf jeden Fall eine Reise wert und wir werden in den nächsten Jahren noch einmal mit dem Rüdibus dorthin zurückkehren, haben wir doch bisher nur den äußersten Süden erkundet.


Auch die diesjährige Weihnachtsflucht führte uns wieder nach Italien. Wir legten Genua als erneuten ersten Wegpunkt fest und hatten danach vor, die Küste in Richtung Westen zu erkunden. Der Lupo meldete zwar auf dem Weg durch zeitweises Geklacker den Wunsch an, eine Werkstatt besuchen zu wollen, erwies sich aber einmal wieder durch seine geringen Maße als perfektes Fahrzeug, um in einer engen, italienischen Stadt herummanövrieren zu können.


Auch zur Osterzeit 2019 machte sich der kleine gelbe Bus wieder auf, um Neues zu entdecken. Diesmal sollte es wieder nach Italien gehen und zwar an den Lago Maggiore. Wildes Stehen ist hier schwierig, daher durfte sich der alte Herr auf zwei Campingplätzen ausruhen, während die Bewohner zu Fuß und mit den Fahrrädern die Gegend (und diverse Supermärkte - schleck!) erkundeten. Das Wetter war uns hold und so konnten wir fast eine Woche lang viel draußen sein - auch bei jeder Mahlzeit. Das ist Luxus pur für uns.


Nächste Reise ...         am 1. August 2019 (?) :-)