· 

Update

Hallo ihr Lieben,

 

vielen Dank für eure aufbauenden Kommentare, es war sehr schön von euch zu hören. Bei uns geht es rasant zu und wir haben das Gefühl, seit drei Tagen kaum geschlafen zu haben, nebenbei nur zu essen und nur noch zu funktionieren. Tatsächlich ein absoluter Notbetrieb und es ist auch erstaunlich, wozu der Körper in Stresssituationen in der Lage ist. Es gibt Neuigkeiten und zwar hat es tatsächlich funktioniert, mithilfe der Empfehlung von Rüdiger eine Agentin an der Hand zu haben, die uns in weniger als 24 Stunden eine Zusage für eine Verschiffung mit Sperrtermin heute, 17. März, organisieren und durchführen konnte.

 

Gestern schickten wir ihr noch sämtliche erforderliche Unterlagen per E-Mail zu, um kurz vor ihrem Feierabend grünes Licht zu bekommen. Puh, Glück gehabt! Nun galt es, auf das OK des Zolls zu warten. Heute Morgen, wir waren schon früh wach, saßen wir wie auf heißen Kohlen, doch die E-Mail unserer Begierde kam und kam nicht. In der Zwischenzeit reinigten wir die Motorräder noch etwas, entfernten unsere Dekoration und fetteten die Ketten (ketteten die Fetten?! Hihi ;-). Doch...

 

Der Anruf kam nicht. Was tun? Anrufen? Eine E-Mail schicken? Schreiend im Kreis laufen?

 

Wir entschieden uns dafür, sie anzurufen. Sie informierte uns darüber, dass sie an der Sache dran sei, aber immer noch auf die Antwort des Zolles warte. Da wir noch anderes zu tun hatten, nämlich Koffer kaufen, fuhren wir los, besorgten ebendiese und eilten anschließend in das Café, wo die Agentin ihre Mittagspause verbringen würde. (Vielleicht klingt das nach Stalking, jedoch hat sie uns selbst gesagt, dass wir sie dort treffen sollen. ;-) Als wir dort gerade unsere Sachen vor dem Café ablegten, hörten wir plötzlich, wie jemand Lukas' Namen sagte und daraufhin Stefanies.

 

Unsere Agentin! Mit allen erforderlichen Zetteln in der erforderlichen Menge kopiert. Die Erleichterung könnt ihr euch ja vorstellen. Wir hatten von dem Zeitpunkt an noch zwei Stunden, bis der Hafen schließen würde. Schnell fuhren wir zu unserem Zimmer, brachten die letzten Erledigungen zu Ende an den Motorrädern und rasten zum Hafen. Auf unserer vorerst letzten Motorradfahrt auf diesem Kontinent spürten wir in diesem Moment nur noch eins: Freude. Wir hatten es geschafft! Am Hafen wartete man bereits auf uns und erzählte außerdem, dass gestern Abend noch zwei österreichische Motorradfahrer angekommen seien, die auch schnellstmöglich zurück wollten. Die Formalitäten waren recht schnell erledigt, sodass nun der erste Abschied, nämlich der von den Motorrädern, hinter sich gebracht werden musste.

 

Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zurück zu unserem Hotelzimmer. Es war ein bedrückendes Gefühl, unsere roten treuen Gefährten nicht mehr vor dem Zimmer stehen zu sehen, aber Zeit dieses Gefühl zuzulassen hatten wir kaum, denn es ging direkt weiter mit der Buchung des Rückflugs: 18.03.   13 Uhr mit Lufthansa ab Jacksonville über Chicago nach Frankfurt. Tatsächlich zahlte sich unsere Eile aus, es waren nur noch zwei Plätze frei und auch eine Abholung wurde uns familiär bereits organisiert. Die Nacht (in diesem Moment ist es kurz vor drei und keine Angst, der Text ist in aller Eile verfasst) verbrachten wir damit, unsere neuen Koffer zu packen und unnötiges Zeug auszusortieren. Morgen, am 18. März, wird sich also dann der zweite Abschied ereignen, nämlich unser Abschied von diesem Land. Wir gehen mit gemischten Gefühlen, sind aber absolut froh, auf unserer beiden Bauchgefühle gehört zu haben. Bis bald...

Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    Rosie & Jochen (Mittwoch, 18 März 2020 08:42)

    Na, ganz große Klasse , wie alles geklappt hat , wunderbar !
    Wir bedanken uns bei Euch, liebe Stefanie und lieber Lukas für die viele Mühe, die Ihr Euch gemacht habt, Euren Blog so toll zu gestalten mit all den schönen Fotos und den spannend geschriebenen Reiseberichten und wünschen Euch in der Heimat alles Liebe, alles Gute , Glück und vor allen Dingen Gesundheit !

    Herzlichen Dank , dass wir teilhaben konnten ,

    herzlichst

    Rosie & Jochen

  • #2

    Sina (Mittwoch, 18 März 2020 11:16)

    Ihr Lieben, ich wünsche euch einen sicheren und hoffentlich auch irgendwie angenehmen Flug nach Hause! Seid nicht traurig, dass ihr eure Reise so kurzfristig umplanen musstet, ich sage bewusst nicht beenden, denn vielleicht eröffnen sich dadurch ja auch wieder andere Möglichkeiten, wenn sich die aktuelle Lage beruhigt hat. Viele liebe Grüße aus Göttingen und vielleicht ja auch auf ein baldiges Wiedersehen! :)

  • #3

    Michael (Mittwoch, 18 März 2020 16:13)

    Das hat ja gut geklappt. Das Ende war ja dann doch noch mal Hollywood, filmreif bis zur letzten Sekunde.
    Bedanke mich noch für spannende Berichte, tolle Fotos und viel Abenteuer.
    Kommt gut heim , zu Hause wartet wenigstens schönstes Frühlingswetter auf Euch.

    Liebe Grüße
    Michael und Silvia

  • #4

    Christiane (Mittwoch, 18 März 2020 19:20)

    ...haben euren vorigen Eintrag garnicht mitbekommen. Natürlich haben wir an euch gedacht und uns gefragt, wie es wohl "da drüben" jetzt laufen wird...bin froh, das ihr diese Entscheidung getroffen habt, ist zu 100% die richtige. Kommt gut an. Alles Liebe!!!

  • #5

    Stefanie und Lukas (Freitag, 20 März 2020 21:52)

    Hallo an alle,

    wir sind seit gestern zurück in Deutschland.
    Uns geht es gut und was wir in der Zwischenzeit spannendes erlebt haben, erfahrt ihr in kürze im kommenden Blog!

  • #6

    Rosie und Jochen (Samstag, 21 März 2020 13:00)

    Danke für die Fortsetzung, wir sind gespannt auf den kommenden Blog !

  • #7

    stefan baschny (Samstag, 21 März 2020 21:26)

    Hallo ihr Lieben !
    Na das liest sich ja wie ein Krimi in dem wir einen Tag vorher ebenfalls gesteckt sind.
    Das ständige Warten auf die diversen Nachrichten haben auch uns fertig gemacht.
    Es war die Hölle
    Auch wir sind total happy wieder zurück in Österreich zu sein, es war die einzige mögliche
    Entscheidung.
    Wir freuen uns schon mit Euch in den nächsten Tagen in Kontakt zu treten.
    Liebe Grüße
    Stefan und Michi