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Achtung, Wartungsarbeiten!

Achtung, hier finden Wartungsarbeiten statt! Natürlich nicht an der Homepage und auch nicht an uns, denn Straymotocats sind bis auf einen stattlichen Verbrauch an Kaffee und feinen Speisen wartungsfrei, sondern an den Motorrädern...

 

Da das wartungsfreie Vehikel der Fahrzeugentwicklung bisher noch nicht gelungen ist, ist es nun an der Zeit - vor der Abreise nach Südamerika - die eine oder andere Wartungsarbeit durchzuführen. Die Motorräder sind jeweils mit ungefähr 8.000 km auf der Uhr nach Kanada gereist und nun (in Mittelkalifornien) haben sie eine Laufleistung von etwa 17.000 km erlebt. Durch das auffallend lange Geradeausfahren in Kanada haben sich die Hinterreifen ziemlich abgenutzt und zwar auch ungleichmäßig, sodass man nicht mehr sanft in eine Kurve gleitet, sondern eher über eine Kante kippt, was sehr unangenehm sein kann. Somit kündigte sich langsam aber sicher ein Reifenwechsel an, den wir auch für Kalifornien geplant hatten. Die Vorderreifen sind übrigens noch in so gutem Zustand, sodass wir beschlossen haben, erst einmal nur die Hinterreifen zu ersetzen. Unser kalifornischer Gastgeber, Wally, hat uns freundlicherweise erlaubt, die Reifen an seine Adresse liefern zu lassen und uns den Reifenwechsel in seiner Werkstatt durchführen zu dürfen. Wir sind so dankbar, so freundliche, hilfsbereite und offene Menschen auf unserer Reise treffen zu dürfen. Tausend Dank, Wally!

vorher

nachher


 

Was wir außerdem für Kalifornien geplant hatten ist der Ölwechsel an beiden Motorrädern. Zwar ist er bezogen auf die Kilometerzahl noch nicht wahnsinnig dringend erforderlich, aber da wir in Los Angeles mit vielen Fragezeichen konfrontiert werden (Wann verschiffen wir die Motorräder nach Südamerika? Woher bekommen wir die Kisten? Wie kommen sie an den Hafen? Wie kommen wir nach Südamerika? Direkt oder mit Zwischenstopp? Was machen wir dort, bis die Motorräder ankommen?), versuchen wir, für L.A. vermeidbare Aufgaben schon früher zu erledigen.

 

Wally nahm für uns Kontakt mit seinem Neffen Caleb und dessen Frau Jocelyn auf, die in Sacramento wohnen, wohin uns unser Weg nach dem Besuch bei Wally in Lakeport führen sollte, waren wir doch auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark. In Jocelyns und Calebs Garage durften wir einen Ölwechsel durchführen, was uns sehr entgegenkam, ist es doch mit viel Aufwand und Vorbereitungszeit verbunden, so etwas in einer Werkstatt zu planen. Mit gutem Equipment, McGyvermäßigen Einfällen (Trichter gebastelt aus einer Einmalplastikflasche), Pizzakartons und extradicker amerikanischer Küchenrolle gelang uns der Ölwechsel problemlos, ohne dass auch nur ein Tröpfchen danebengegangen wäre. Was sind wir froh, dass diese beiden zeitaufwändigen Angelegenheiten endlich erledigt sind!

 

PS: Die Ersatzketten für die Motorräder liegen auch schon bereit, merkt man doch bei einer gewissen Last, dass die Kette sich schon etwas ungleich gelängt anfühlt. Die neuen Ritzel irren übrigens noch durch das Land, weil es bedingt durch den Stromausfall Probleme beim Versandunternehmen gegeben hat. Da wir nicht länger bei Wally bleiben konnten, versuchten wir, das Paket mit den noch fehlenden Teilen zu einer Filiale südlich von Sacramento umzuleiten. Die ganze Geschichte, die es zu der komplikationsreichen Bestellung noch zu erzählen gäbe, würde bestimmt zwei DIN A4-Seiten füllen, die wir euch aber nicht antun möchten. ;-) Die Lehre aus dem Erlebten ist für uns allerdings: Wir werden NIE WIEDER über deutsche Versandunternehmen schimpfen! Hochgelobt seien sie im Vergleich zu dem, was wir hier erleben durften und zwei Wochen später immer noch dürfen! ;-)

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Kommentare: 5
  • #1

    Uwe aus Gö (Dienstag, 15 Oktober 2019 14:54)

    McGyver wäre stolz auf euch ;-)

  • #2

    Michael (Dienstag, 15 Oktober 2019 15:55)

    ......da stehen Euch ja nicht nur Türen, nein ganze Garagentore offen ;-)
    Die Garage gehört sowieso zum 'American Way of Life'. Bei Fahrzeugumbauten, egal ob Auto oder Motorrad, wo dem deutschen TÜV die Haare zu Berge stehen würden, fängt in Amerika der Spaß erst
    richtig an.

  • #3

    Jochen (Dienstag, 15 Oktober 2019 18:21)

    Hi, Stefanie und Lukas, bzw. STRAYMOTOCATS,

    ist schon toll, was Ihr und Eure Maschinen seit August geleistet haben .

    Ist ein guter Mix von Leistung und schönen Erlebnissen.

    Da es noch nach LOS ANGELES weitergeht und der Strand von LONG BEACH ganz in der Nähe ist, kann man sich dort gut von den Wartungsarbeiten erholen.

    Vielleicht findet Ihr dort von mir "Spuren im Sand".

    Ich habe in TUSTIN - 23 Meilen von LONG BEACH - 1995 einige Wochen bei meiner Tante verbracht; sie ist in den 50ern ausgewandert und hat den AMERICAN DREAM für sich verwirklicht und auch gelebt, leider ist sie vor einigen Jahren verstorben.

    Ich wünsche Euch noch viel Freude auf Eurem TRIPP, und dass Ihr bei guter Gesundheit bleibt und keine "Wartung" nötig habt.

    Mit lieben Gruß auch von Rosie

    JOCHEN

  • #4

    Michael (Dienstag, 15 Oktober 2019 21:26)

    .....hey, hab ich grad in Großaufnahme gesehen: .......ihr müßt zum TÜV !!!!!! 10/19 ;-)

  • #5

    Helga und Horst (Mittwoch, 16 Oktober 2019 21:48)

    Ja der Lukas, der kanns halt ;-)
    Und zusammen seid ihr unschlagbar
    LG. O. u. O.