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Bybe bye, straymotocathausen

"Damit etwas Neues anfangen kann, muss etwas Altes enden." So gewählt könnte die momentane Phase der Wohnungsauflösung doch durchaus beschrieben werden. Wie es aber tatsächlich ist, ist so: "Huarrghhh!! Panik!!! Eeek! Wo soll ich nur anfangen?!"

 

Bald geht unsere Reise los und die Wohnung, unsere geliebte Bleibe auf Zeit, muss weg. Nach der Reise (wie abstrakt sich das anhört), werden wir nicht in diesen Ort zurückkehren, deswegen wird die Wohnung auch nicht zwischenvermietet. Unsere Wertgegenstände müssen untergestellt werden, leicht ersetzbare Möbel werden verkauft, der Keller entrümpelt, für die Reise gepackt und zum 29.06. wird für vier Wochen eine Ferienwohnung bezogen, welche für uns eine Art Zwischenlösung darstellt. Uff, uff. So weit. So gut.

 

Was wir bis einschließlich heute gemacht haben:

  • Ausgemistet, Sachen verkauft oder verschenkt
  • Kram an den vereinbarten Unterstellort gebracht (Plan A)
  • Dort festgestellt, dass Absprachen verändert wurden - Kram wieder mitgenommen
  • Nochmals ordentlich ausgemistet und umdisponiert (Plan B)
  • Einem Zufall sei Dank einen neuen Ort in der Nähe zum Unterstellen gefunden (Plan C)
  • Plan C vorgestern problemlos durchgeführt :D
  • Versucht, neue Möglichkeiten des Möbelverkaufs umzusetzen
  • Werkzeug sortiert, gekauft, aussortiert...

Wir fühlen uns erleichtert, noch mehr loslassen zu können (sind ja nur Dinge!), noch weniger zu haben und noch übersichtlicher zu leben. Es zeigt uns aber doch nun mal wieder, wie leicht es doch ist, zu KAUFEN und wie schwer es ist, die Sachen wieder LOSZUWERDEN! Nach der Reise, so haben wir uns gegenseitig geschworen, werden wir noch zurückhaltender mit dem Kaufen sein. (Die Comics auf dem Vorschaubild, ein Relikt aus Stefanies Kindheit, innig geliebt, systematisch gesammelt, regelmäßig gelesen - auch jetzt noch - und Lukas schmackhaft gemacht, sind bereits sicher untergesellt, doppelt und dreifach gesichert verpackt und werden schon jetzt vermisst.)

 

Was meint ihr, was braucht man wirklich? Was sollte man aufheben? Und vor allem: wie viel? Schreibe uns doch bitte deine Gedanken hierzu in die Kommentare, wir freuen uns, von DIR zu hören. :)

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Kommentare: 1
  • #1

    Patrick (Samstag, 31 August 2019 09:05)

    Hey ihr beiden, ich habe erst jetzt ein wenig mehr Zeit gefunden und habe mich da an den Sticker erinnert, den Lukas mir bei der Hochzeit von Don gegeben hat.
    Ich fange nun an euere Geschichte zu lesen und bin ehrlich gesagt von dem ersten Post schon echt überwältigt. Man macht sich das im Leben gar nicht so richtig klar, was man eigentlich so alles hat und was man davon eigentlich wirklich braucht.
    Ich war letzte Woche auf dem CCCamp und bin mit einem Freund hin getrampt und selbst da hatte ich rückblickend zu viel von einigem eingepackt und andere Dinge vergessen. Und ich glaube dieses Gefühl etwas zu vergessen oder allgemeiner etwas nicht zu haben ist unser Problem damit Dinge weg zu geben oder besser noch erst gar nicht zu kaufen. Lukas wird den Spruch vermutlich noch aus der Techniker Zeit kennen: "Besser haben als brauchen". Besser man hat zu viel und braucht es nicht als hat zu wenig und braucht es. Im konkreten Fall kommt einem das meistens auch so vor, nur ist es glaube ich nicht der richtige Schluss deshalb alles zu besitzen um es ein paar mal im Leben zu benutzen.
    Was meint ihr, was braucht man wirklich? - Gute Frage ... Ich glaube da seid ihr der Antwort ein deutliches Stück näher als ich das bin.
    Was sollte man aufheben? Dinge an denen Erinnerungen hängen. Und dabei kommt es nicht auf den materiellen Wert an, ich denke über den Rest kann man verhandeln. Nur fällt mir da spontan auch keine gute Metrik ein Dinge auszusortieren. Vielleicht was man länger als Zeitraum x nicht benutzt hat kann man abgeben? Aber trifft vielleicht auch nicht auf alles zu.

    Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit und werde mich jetzt mal weiter durch eure Geschichten und Erzählungen lesen, das ist wirklich guter Stoff :)

    Grüße aus Marburg,
    Patrick